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HORIZONTE

Worum geht es?

  1. In der Horizonte App kannst Du einiges über den Künstler Jo Enzweiler und über Konkrete Kunst erfahren und vielleicht sogar auch ein bisschen etwas über Dich, über den Raum der Dich umgibt und die Art wie Du die Dinge siehst.
  2. In unterschiedlichen Spielen erkundest Du, was Begriffe wie Raum oder Rhythmus für ein Kunstwerk bedeuten.
  3. Nach jedem Spiel kannst Du ein Kunstwerk von Jo Enzweiler kennen lernen.
  4. Am Besten hast Du ein paar Kopfhörer parat.

Jo Enzweiler

Jo Enzweiler (*1934 in Merzig-Bündigen) ist Bildender Künstler, Kunstvermittler, Impulsgeber und Hochschulprofessor. Sein Schaffen widmet er seit mehr als 60 Jahren der Konkreten Kunst. Ein weiteres großes Anliegen gilt der Integration von Kunst in die Gesellschaft. Als Mitglied der neuen gruppe saar, des Deutschen Werkbundes, als Gründungsrektor der Hochschule der Bildenden Künste Saar, als Mitbegründer der Galerie St. Johann sowie als Direktor des Instituts für aktuelle Kunst im Saarland war und ist er auf vielfältige Weise an dieser Schnittstelle tätig.

mehr über Jo Enzweiler

Konstruktivismus & Konkrete Kunst

Jo Enzweiler ist ein konkreter Künstler aus dem Saarland. Aber was bedeutet Konkrete Kunst und wo kommt sie her? Die ersten konkreten Kunstwerke sind heute schon ungefähr 100 Jahre alt. Die Künstler*innen, die sie gemalt oder gebaut haben, leben längst nicht mehr, trotzdem sind ihre Werke nicht veraltet oder vergessen. Auch viele junge Künstler*innen arbeiten aktuell an unterschiedlichen Orten der Welt konkret und so entwickelt sich diese Kunstrichtung weiter.

Bei Konkreten Bildern sind die Farben, die Grundformen (Kreis, Quadrat, Rechteck, Dreieck und Linie) und die Materialien, aus denen das Bild zusammengesetzt ist, von besonderer Bedeutung. Ein konkreter Künstler, wie Jo Enzweiler, möchte mit seinen Werken nicht die sichtbare Welt zeigen. Er will keinen Menschen, keinen Gegenstand oder die Natur abbilden. Es geht um das Sehen selbst: Wie funktioniert es? Welche Gedanken und Gefühle löst es bei uns aus? Wie reagieren wir, wie reagiert unser Körper auf das, was wir sehen? Woran fühlen wir uns erinnert? Wenn Du Dir die konkreten Bilder von Enzweiler anschaust, wirst Du Formen in bestimmten Anordnungen entdecken und einige wenige Farben. Es kann sein, dass sie Dich an etwas erinnern oder dass Du dabei etwas empfindest, aber Du wirst keine Dinge oder Gegenstände sehen.

Konkrete Kunstwerke nennt man auch gegenstandslos, weil sie keinen Gegenstand zeigen. Vor mehr als 100 Jahren malt der russische Künstler Kasimir Malewitsch (1878-1935) das erste gegenstandslose Bild überhaupt: ein schwarzes Quadrat auf weißem Hintergrund. Einige Betrachter*innen damals sind schockiert, weil sie auf dem Bild keinen Gegenstand, kein Motiv erkennen können. Viele andere sind begeistert von seiner Idee der reinen Form. Kasimir Malewitsch war ein konstruktiver Künstler – ein Konstruktivist. Der Begriff kommt von dem Wort “konstruieren” und bedeutet “etwas zusammenfügen” oder “zusammenbauen”. Ein Bild kannst Du zum Beispiel aus Formen, Farben und Materialien zusammensetzen – also konstruieren. Aber auch Ideen oder Gedanken lassen sich zusammenfügen. Die Kunstrichtung, die nach Malewitsch und anderen Künstler*innen benannt ist, die in ähnlicher Art und Weise Bilder zusammenfügen, heißt Konstruktivismus. Die Konkrete Kunst hat also ihren Ursprung im Konstruktivismus. Für viele konstruktive Künstler*innen ist nicht nur das “Machen” von Kunst besonders wichtig, sondern auch die Gedanken und Ideen die damit verbunden sind. Sie wollen mit Kunst etwas bewirken: Kunstwerke sollen nicht nur im Museum gezeigt werden, sondern überall im Alltag stattfinden, damit jeder sie erfahren kann. Die Künstler*innen stellen sich dabei die Frage, welche Wirkungen ihre Werke bei den Menschen erzielen. Aus diesem Grund hat Jo Enzweiler häufig Kunstobjekte an öffentlichen Orten gebaut, damit sie von vielen Personen gesehen und benutzt werden können (z.B. in der Musikhochschule Saarbrücken). Wenn Du an einem Kunstwerk von Enzweiler vorbeigehst, es Dir ansiehst oder anfasst, würde er sich darüber freuen. Auch wenn Du dabei bestimmt etwas ganz anderes denkst oder fühlst, als er während er das Bild gemacht hat.

Der Begriff des Konstruierens von Bildern und Gedanken ist also sehr wichtig für die Konkrete Kunst. Häufig werden die beiden Begriffe auch miteinander verwendet, weil die Konkrete Kunst sich aus der Konstruktiven Kunst entwickelt hat. Viele Künstler*innen und Kunstwissenschaftler*innen sprechen deshalb von der Konstruktiv-Konkreten Kunst.

Aber woher stammt nun der Name Konkret? Zur gleichen Zeit wie Kasimir Malewitsch in Russland haben auch in Europa viele Künstlerinnen und Künstler ähnliche konstruktive Bildideen. In den Niederlanden gründen die Maler Theo van Doesburg (1883-1931) und Piet Mondrian (1872-1944) zusammen mit anderen Künstlern und Architekten eine Künstlervereinigung, die sich De Stijl nennt (Der Stil). Die Mitglieder von De De Stijl konstruieren ihre Kunstwerke (z.B. Bilder, Möbel, Geschirr und Gebäude) in einfachen Formen und Farben. Die Kunstwerke sollen nicht nur schön, sondern auch praktisch und leicht zu benutzen sein. Theo von Doesburg bezeichnet diese Art und Weise, Bilder zu konstruieren, erstmalig als Konkrete Kunst. Er gründet 1929 in Paris die Künstlergruppe “art concret” (das ist französisch und heißt Konkrete Kunst). Ein Jahr später verfasst er einen Text, der die Merkmale Konkreter Kunst genau beschreibt. Ein konkretes Bild muss aus rein bildnerischen Mitteln konstruiert sein, “d.h. aus Flächen und Farben.“ (van Doesburg, 1930) Auch in Deutschland interessieren sich viele Künstler*innen für die Ideen konkreter Bildgestaltung, ähnlich wie van Doesburg oder Piet Mondrian. In den 1920er und 1930er Jahren gibt es in Weimar und später in Dessau eine besonders wichtige Kunstschule: das Bauhaus. Wie der Name der Schule schon sagt, lernen die Kunststudent*innen hier das Bauen, d.h. das Konstruieren von Bildern, Möbeln oder Architektur. Am Bauhaus werden in der künstlerischen und handwerklichen Ausbildung konstruktive und konkrete Gestaltungsformen gelehrt. Auch in der Saarbrücker Werkkunstschule, wo Jo Enzweiler bis 1961 Kunst und Werkerziehung studiert, lernt er die Grundregeln des Malens und Bauens in verschiedenen Werkstätten kennen: in der Holzwerkstatt, der Metallwerkstatt, beim Buchbinder usw. In der Grundausbildung, der so genannten Grundlehre erfahren die Studierenden viel über geometrische Grundformen, sie machen Farbstudien und experimentieren mit ungewöhnlichen Materialien. Jo Enzweiler und viele andere Künstler*innen diskutieren in dieser Zeit über neue Möglichkeiten Kunst zu machen und entdecken dabei die Konstruktive und Konkrete Kunst für sich. Zeitgleich entwickeln Erfinder*innen und Wissenschaftler*innen neue Technologien wie z.B. das Farb-Fernsehen, das Tastentelefon und den Computer. Auch diese neuen technischen Möglichkeiten haben Einfluss auf die Weiterentwicklung der Konstruktiv-Konkreten Kunst. Viele Künstler*innen denken darüber nach, wie sie diese Möglichkeiten für ihre Kunst nutzen können und entwickeln so ganz neue Kunstformen. Sie experimentieren z.B. mit beweglichen Kunstobjekten, mit Licht und Ton und machen zum ersten Mal Versuche, bei denen Kunstwerken von Computern gestaltet werden. Diese Entwicklung setzt sich bis heute fort und es entstehen immer neue Formen von Kunst. Auch die Computerkunst hat damit ihren Anfang in der Konkreten Kunst. Du siehst also, dass das, was vor mehr als 100 Jahren mit dem Konstruktivismus begonnen hat, von unterschiedlichen Künstler*innen vielerorts bis heute weiterentwickelt worden ist. Einer von ihnen ist Jo Enzweiler, dessen Werke Du jetzt spielerisch entdecken kannst.

Auf den Internetseiten des Museums für Konkrete Kunst Ingolstadt kannst Du mehr erfahren.

Über diese App

Die Web-App Horizonte lädt Dich dazu ein, Dich spielerisch mit den Kunstwerken Jo Enzweilers zu beschäftigen. In unterschiedlichen Spielvarianten kannst Du Einblicke in zwei- und dreidimensionale Arbeiten des Künstlers gewinnen und seine Arbeitsweise kennenlernen. Dabei wirst Du selbst Teil der Werke und kannst sehen, wie sie sich durch jede Deiner Bewegungen und Handlungen verändern. Jo Enzweiler arbeitet mit ganz einfachen Bildelementen, wie Linie, Kreis und Quadrat und auch die Materialien, die er verwendet sind einfach, zum Beispiel Holz, Metall, Stein und Papier. Im virtuellen Raum dieser App erfährst Du etwas darüber, wie er diese Mittel nutzt, um Plastiken zu bauen und Bilder zu komponieren. Du erfährst etwas darüber, welche Möglichkeiten sich dabei eröffnen und wie der Künstler seine Entscheidungen trifft. Du erfährst etwas über Konstruktion und Intuition und vielleicht sogar auch ein bisschen etwas über Dich, über den Raum der Dich umgibt und die Art wie Du die Dinge siehst. Im Spiel mit Formen, Körpern, Reihen, Rythmen, Farbklängen und Perspektiven eröffnen sich Horizonte und so lernst Du, ganz nebenbei, wesentliche Ansätze der Konstruktiv-Konkreten Kunst kennen.

RAUM

RHYTHMUS

INTERAKTION

ÖFFENTL. RAUM

KOMPOSITION

Ist Denken eine Bewegung?

Was bedeutet der uns als Menschen umgebende Raum? Raum als Umgebungshülle, als Bezugsgröße zu Bewegung, aber auch als Medium für Fühlen und Denken. Die Auseinandersetzung mit dem Raum in der künstlerischen Handlung beginnt im Denken und findet ihren Weg in der Bewegung der Hände, die ein plastisches Objekt fassen, das seinerseits den Raum, in den hinein es entsteht, neu definiert.

(Jo Enzweiler)



Richte dein Handy oder Tablet auf eine ebene Oberfläche und warte bis die Wand erscheint.

Du kannst die Kompositionen der Wände ändern, indem Du sie antippst.
 

o. T.

1970, Relief, geweiße Hüttensteine, 3,50 x 20,00 m, Hochschule für Musik Saar, Saarbrücken, Großer Musiksaal

1970 realisiert Jo Enzweiler ein Backsteinrelief am Neubau der Musikhochschule Saarbrücken, der 1970-73 nach den Entwürfen des Architekten Heinrich Latz errichtet wird.

Wenn Du das Gebäude betrittst, stößt Du rechterhand unmittelbar auf das Relief. Es ist an der Außenwand des großen Musiksaales angebracht und markiert das Herzstück der Hochschule. Wenn Du dem Umgang um das großzügige, begrüntes Atrium folgst, begleitet das Relief aus geweißten Hüttensteinen Deine Bewegungen. Die Wandgestaltung aus gemauerten Steinen überzieht die gesamte Fläche mit einem gleichförmigen Raster.

Aus der Fläche erheben sich, durch das Vor- und Zurückstehen der Steine über die gesamte Wandhöhe schräge Formen, mal zugespitzt wie Pfeile, mal in sich gezackt. Sie scheinen sich aufeinander zu zu bewegen, auf einen Punkt zu, und dann wieder voneinander weg, wie tanzende Stelen. Besonders plastisch wirken sie dadurch, dass die einzelnen Steine, aus denen sie zusammengesetzt sind, eine Struktur erzeugen, die ganz stark mit Schattenwirkungen spielt. Je nach Lichteinfall und Perspektive kommt das Relief hervor oder es tritt zurück. Du kannst diesen Formen, ihren rhythmischen Bewegungen und harmonischen Variationen im Vorbeigehen folgen wie einer Komposition. Vielleicht denkst Du dabei sogar an das Lesen einer Noten-Partitur.



Artikel im Kunstlexikon Saar




Der Backstein wurde für mich zum ‘Ton’, den ich visuell zum Klingen bringen musste. Das regelmäßig definierte, stereometrische Element des Steins wurde durch serielle und kompositorische Anwendung Grundelement der Gesamtgestaltung. Auch hier sind für die Gesamtlösung zwei wichtige Entscheidungen getroffen worden: einmal die Bezugnahme auf die räumliche Situation und zum anderen die rhythmisierende Gliederung. Darüber hinaus war wichtig, dass durch Bewegung des Betrachters die Wand sich insgesamt erschließt. Vor die Grundfläche der Wand, die geometrisch streng mit senkrechten und waagerechten Fugen gemauert ist, lagern sich die kompositionsbestimmenden Diagonalteile, wiederum in verschiedenen Ebenen ausgeführt und bestimmt durch eine komplexe zentrale Form, die sich nach den Seiten hin in ihrer Komplexität vereinfachend auflöst.

(Jo Enzweiler)

Kann man ein Bild lesen?

Drei Elemente sind nach Einsicht der Wahrnehmungspsychologie in einem Vorgang erfassbar, währenddem man bei vier Elementen anfangen muß zu lesen. Ich habe das ganz bewusst eingesetzt. Einen Raster von minimal vier Elementen verwende ich also, damit der Betrachter sich nicht festsetzen kann auf einem Element, daß er gezwungen wird zu wandern.

(Jo Enzweiler)



Tauche den Stempel ins Stempelkissen und mache mehrere Abdrücke.

Wiederhole es.


 

o. T

1959, Stempeldruck, 49 x 49 cm

Die Stempeldrucke sind ganz frühe Arbeiten Jo Enzweilers. Sie stammen sozusagen aus der Experimentierküche eines jungen Künstlers. Von Anfang an hat sich Jo Enzweiler für das Thema Wiederholung und Variation interessiert. Der Stempel ist dafür das ideale Werkzeug. Allerdings benutzt er keinen vorgefertigten Stempel, wie Du ihn etwa vom Postamt kennst. Er baut sich seinen eigenen so genannten Druckstock. Denn eigentlich ist jedes Ding grundsätzlich dazu geeignet, ein Stempel zu sein, man muss es nur in Farbe tauchen und auf eine Oberfläche drücken, so dass ein Abdruck entsteht. Später wird er dafür zum Beispiel auch mit aufgeschnittenen Kartoffeln arbeiten.

Sequenz aus: “Jo Enzweiler. Etwas machen, was andere nicht machen…”. Ein Film von Bernd Schulz, Saarländischer Rundfunk 1978

Der Stempel, den Enzweiler für diese Blätter benutzt, ist vermutlich aus Holz und von ihm selbst zugeschnitten und gefräst. Der Druckstock ist quadratisch mit einem ausgesparten Kreis. Interessant am Stempeldruck ist, dass er niemals exakt gleich ist, sondern immer abhängig vom ausgeübten Druck und der Menge der Farbe. Genau damit spielt der Künstler hier: Er taucht den Stempel nicht nach jedem Abdruck erneut in die Farbe, sondern druckt so lange, bis keine mehr Farbe mehr am Stempel ist, dann taucht er wieder ein, und so fort, bis die ganze Fläche vollgestempelt ist. Durch die abnehmende Farbdichte erzeugt Enzweiler Räumlichkeit im Bild. Er geht dabei sehr behutsam vor und hält sich an ein vom Stempel selbst erzeugtes Raster. Weil er nur Schwarz verwendet entsteht ein interessanter Eindruck von Licht und Schatten, von Helligkeiten, Nuancen, Höhen und Tiefen und, auch hier schon, von Rhythmus. Interessant ist, dass Du auf den Stempeldrucken die helle Kreisform als positiv wahrnimmst, obwohl sie als Vertiefung in den Druckstock geschnitten ist und sozusagen die „Leerstelle” zeigt. In der rhythmischen Abfolge der Formen gelingt es Jo Enzweiler, Deinen Blick und Deine Wahrnehmung zu lenken, sodass Du über die Betrachtung der einzelnen Formen hinaus eine Gesamtwirkung empfindest. Andererseits konstruierst Du durch deine Seherfahrung deine individuelle Bildwahrnehmung selbst. Das Motiv, ein in ein Quadrat eingestellter Kreis, wird Dir noch in einigen anderen Arbeiten begegnen, zum Beispiel beim Kirchenportal in Mechern oder beim Schachspiel. Aber auch viel später greift er es für den Entwurf einer Platzgestaltung in Malstatt (Spiel 4) wieder auf.

Schon früher habe ich mit den Grundformen Quadrat und Kreis im grafischen Bereich gearbeitet, indem ich durch Reihung und durch unterschiedliche Farbgebung versucht habe, Flächengestaltungen herzustellen. Daraus hat sich weiterführend die Auseinandersetzung mit dem Relief ergeben, indem ich aus den Grundformen Kreis und Quadrat übergeleitet habe zu der Auseinandersetzung mit der plastischen Form von Zylindern, Würfeln und Kombinationsmöglichkeiten hieraus. Auf diese Weise entstanden Reliefs. Gleichzeitig, neben den grafischen und den Reliefversuchen, ist seinerzeit das Schachspiel entstanden, das im Nachhinein deutlich zeigt, dass ich auf diese Weise zur vollplastischen Form gefunden habe.

(Jo Enzweiler)

Ja, man kann sagen, dass man sich immer im Kreis dreht. Bei mir ergibt sich dies aus dem Umgang mit der vereinfachten, der reduzierten Form. Der Künstler sucht. Picasso hat wohl gesagt: `ich suche nicht, ich finde.´ Das heißt, der Künstler sucht und findet. Aber die Suche hört nicht auf und es ist immer wieder ein abgerundetes Ergebnis, das vorliegt und das wieder Anlass gibt zu einem weiteren Schritt. Ich glaube, dass der Künstler sich, genau wie der Wissenschaftler und wie der normale Mensch, im Kreise dreht – er geht im Kreis. Es sind vielleicht konzentrische Kreise. Er bewegt sich einfach in dem Umfeld, das ihm gegeben ist, auf seinem Weg. Und wenn man ehrlich ist, stellt man oft doch fest, dass man da schon einmal war, wo man sich plötzlich wieder bewegt. Aber es kann ja gerade interessant sein, wenn man an diesen Punkt wieder kommt und in der Lage ist, das, was man schon einmal vielleicht etwas oberflächlich gedacht hat, aufzugreifen, zu vertiefen und zu verändern, auf den Prüfstand zu stellen, vielleicht sogar zu verwerfen.

(Jo Enzweiler)

Kann man mit Kunst auch spielen?

Das Kunstwerk wird erst dann lebendig, wenn es in Beziehung zu anderen tritt.

(Jo Enzweiler)



Suche Dir eine große Freifläche und scanne diese.

Du kannst Elemente verändern, indem Du sie anklickst.
 

Schachspiel

Entwurf 1959, Holz, Serienproduktion, Aluminium, massiv, schwarz oder weiß lackiert, im Holzkasten mit Aluminium, 10 x 22 x 16 cm, Auflage 50 Exemplare, (Fotos: Jo Enzweiler)

Jo Enzweiler entwickelt 1959 aus Holz einen Prototypen für ein Schachspiel, das er später in einer Auflage von 50 Exemplaren in Aluminium fertigen lässt. Du musst kein Schachspieler sein oder die Spielregeln kennen, um dieses Kunstwerk zu verstehen. Betrachte es einfach als mehrteiliges, bewegliches Objekt. Das Schachspiel steht nämlich im Zusammenhang mit anderen vielteiligen Werken, z.B. einem Kirchenportal, das Enzweiler aus ähnlichen Einzelelementen entwickelt.

Das Spiel setzt sich aus 32 quaderförmigen Spielfiguren zusammen, 16 helle und 16 dunkle Steine. Alle Figuren basieren auf den Grundformen Rechteck, Quadrat und Kreis. Es ist erstaunlich wie unterschiedlich sie trotzdem sind. Die acht kleinen Quader mit der kreisrunden Mulde oben in der Mitte sind die acht Bauern. Die beiden Läufer haben die gleiche Form, die Steine sind nur insgesamt höher. Bei den beiden Türmen ist die runde Form oben aufgesetzt. Dann gibt es zwei Springer: Hier sind zylindrische Öffnungen von oben und von allen vier Seiten in den Spielstein vertieft, sodass Du im oberen Bereich aus jeder Richtung durch die Figur hindurchschauen kannst. Die Springer definieren damit offene Formen, sie umschließen Raum. Auch die Dame und der König bilden offene Formen aus: Die Dame ist an zwei Seiten mit einer zylindrischen Öffnung versehen, der König an vier Seiten. Nach oben hin ist das Königspaar aber geschlossen.

Jede der Figuren ist eine kleine Plastik für sich, Du kannst sie in die Hand nehmen, von allen Seiten betrachten, aufstellen oder hinlegen. Du kannst zwei, drei, vier oder alle dieser kleinen Objekte nebeneinander, übereinander oder wild durcheinander stellen oder legen. Vielleicht gruppierst Du die Objekte so dicht, dass sie als geschlossene Gesamtform im Raum stehen. Oder Du spielst das Motiv der Öffnung aus und beziehst den Umraum mit ein. Als Spielobjekt kommen die Figuren in einem eigens dafür angefertigten Kästchen, das wie ein Setzkasten funktioniert. So entstehen auch beim Ein- und Ausräumen immer neue Bilder. Es geht bei dieser Arbeit, wie auch beim Schach, um Kombinatorik, das heißt um ein Ausspielen von Möglichkeiten. Aus der Beschränkung auf einfache Formen entsteht – mit oder ohne Spielregeln – eine große Vielfalt, unzählige Bilder, unzählige räumliche Formationen… Hast Du ein Spiel schon mal als Bild betrachtet? Artikel im Kunstlexikon Saar

Was die Entwicklung des Schachspiels betrifft, so muss ich vielleicht etwas ausholen: In der Ausbildung am damaligen Hochschulinstitut für Kunst und Werkerziehung an der Werkkunstschule in Saarbrücken wurde ein besonderer Wert auf die Vermittlung handwerklicher Fähigkeiten gelegt. Wir hatten die Gelegenheit, in verschiedenen Werkstätten unsere haptischen Fähigkeiten ausbilden zu lassen, und für mich war von besonderer Bedeutung die Arbeit in den Werkstätten des Buchbinders und des Schreiners. Wie Sie wissen, hat sich daraus für mich, gerade was den Umgang mit dem Buch betrifft, der Schwerpunkt meiner Collagen viel später entwickelt. Auf der anderen Seite habe ich im Nebenfach Kunstgeschichte mich persönlich intensiv mit der Geschichte des Bauhauses auseinandergesetzt – natürlich auch deswegen, weil das damalige Lehrkonzept des Institutes auf Gedanken des Bauhauses aufbaute. In diesem Zusammenhang habe ich zum ersten Mal Entwürfe für das Schachspiel kennen gelernt, die in unkonventioneller Weise neue Wege der Gestaltung für dieses »Spielobjekt« aufgezeigt haben. Ich habe für mich persönlich die Herausforderung angenommen, einen weiteren Versuch in dieser Richtung zu unternehmen und über einen längeren Zeitraum hinweg einen Prototyp zu entwickeln, den ich erst vor einigen Jahren in Serie produzieren lassen konnte.

Dabei sind für mich zwei Dinge wichtig gewesen: einmal ein Objekt zu schaffen, das funktional durchdacht ist und auch eine Funktion erfüllt, und zum anderen die Möglichkeit eröffnet, über die eigentliche Funktion hinaus, durch Eigeninitiative des Besitzers als Kunstobjekt gehandhabt zu werden. Zudem war es noch einmal der Versuch, durch ein ‘multipliziertes Kunstobjekt’ in die Gesellschaft hinein zu wirken.


(Jo Enzweiler)


vgl. Portalgestaltung, St. Quiriakus, Merzig-Mechern: http://institut-aktuelle-kunst.de/kunstlexikon/merzig-mechern-enzweiler-portal-1956

vgl. Stempeldruck (Spiel 2)

Wo stehe ich hier?

Der öffentliche Raum als wichtiger Teilbereich einer Stadt ist jedoch der Ort, in dem Bürger miteinander agieren und kommunizieren können. Gleichzeitig ist er der Ort, den sie sich individuell anwandeln und mit einer bestimmten persönlichen Bedeutung versehen können.

(Jo Enzweiler)



Suche Dir eine große Freifläche und scanne diese.

Du kannst runde Elemente drehen, indem Du sie anklickst.
 

Platzgestaltung Malstatter Markt

1983, Maßstab-Modell 1:10, Holz, 80 x 160 x 8 cm
(Fotos: Jo Enzweiler)

Für den architektonisch neu gestalteten Marktplatz des Saarbrücker Stadtteils Malstatt wird 1983 einen künstlerischer Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich Jo Enzweiler mit dem Entwurf einer Brunnengestaltung beteiligt. Obwohl der Entwurf von der Jury gelobt wird, ist das Projekt nicht realisiert worden. Die Möglichkeiten der virtuellen Umsetzung erlauben es aber, die Platzgestaltung an beliebigen Orten zu verwirklichen.

Stell Dir eine große Freifläche vor, die an drei Seiten durch Architektur der 1980er Jahre begrenzt ist, entlang der vierten Seite verläuft die stark befahrene Hauptdurchgangsstraße des Stadtteils. Auf diesem Platz breitet sich die Brunnengestaltung rechteckig auf einer Fläche von ca. 16 x 8 m aus. Auf einem Grundraster aus Einzelquadraten werden Quadrat- und Kreiselemente wie Plättchen in unterschiedlichen Höhen aufeinandergestapelt. Es entsteht ein sanftes Relief, das sich in der Fläche ausdehnt, so wie das Profil einer hügeligen Landschaft. Auch hier gibt es eine starke Betonung der Horizontalen. Der Entwurf sieht vor, dass das Wasser im Brunnen stündlich steigt und sich dann wieder stündlich absenkt, Plättchen für Plättchen, Höhenlinie für Höhenlinie. Du kannst Dir vorstellen, wie unterschiedlich sich das Licht brechen würde und wie, je nach Wasserstand, unterschiedliche Elemente und Formen hervorragen oder unter Wasser liegen, wie Inseln in einem See oder Steine in einer Wasserpfütze, über die man vielleicht sogar laufen kann. Mit dieser Idee schöpft Enzweiler aus dem Formenschatz früherer Reliefarbeiten und plastischer Objekte aber auch aus seiner Beobachtungsgabe für landschaftliche Prozesse und Gegebenheiten. Er würde das so sagen: “Das Bild zeigt nicht die Landschaft, es ist die Landschaft”.

Mir scheint an der vorgesehenen Stelle die Lösung am sinnvollsten, die nicht mit der späteren aufstrebenden Architektur in Konflikt gerät, sondern ganz allgemein deren plastische Prinzipien aufgreift und eigenständig umsetzt. Daraus resultiert als grundsätzliche Überlegung ein Objekt, dessen Ausdehnung wesentlich horizontal bestimmt ist. Wichtig dabei ist der Verzicht auf doktrinäre Monumentalität (Denkmal) und der Versuch, im Rahmen eines Kommunikationszentrums, wie es ein Markt von altersher ist, einen deutlichen Orientierungspunkt zu geben. In diesem Fall soll dabei der Bezug zu Menschen gesucht werden, d.h. seinen angeborenen visuellen, haptischen und raumgreifenden Erfahrungen entsprechend. Das Objekt soll rational und emotional erfassbar sein, d.h. man kann es betasten, begehen und umschreiten. Demzufolge ist die angestrebte Lösung eine Kombination aus einer liegenden Skulptur und einer Brunnenanlage. Einerseits soll das Objekt auch ohne Wasserführung (Winterzeit) voll wirksam sein, andererseits wird seine Wirkung durch die Wasserführung ergänzt und verlebendigt.

Entsprechend den vorgegebenen Voraussetzungen weist die gesamte Anlage eine nur geringe Tiefe aus. Sie besteht aus 6 x 11 Elementflächen von der Größe 125 x 125 cm, auf denen jeweils in verschiedener Form Elemente von der gleichen Größe in 10 cm Materialstärke aufgeführt werden. Als Material wird weißer Marmor vorgeschlagen. Der weiße Marmor garantiert große Haltbarkeit und steigert die angestrebte plastische Wirkung und setzt sich darüber hinaus gegen die Farbigkeit der Umgebung wohltuend ab. Die genaue Anordnung ist detailliert aus dem Modell im Maßstab 1:10 ersichtlich. Die Einzelelemente werden aufeinandergeschichtet und untereinander verdübelt.

Die Wasserführung soll unter der gesamten Anlage verlaufen. Das Wasser tritt in den Kreuzpunkten der ersichtlichen Fugen aus. Von der Installation soll möglichst wenig sichtbar sein. Für die Wasserbewegung schlage ich folgende Lösung vor: Das Wasser steigt stündlich in dem vorhandenen Becken um 10 cm (Schichtstärke der Marmorplatten), bis es den Rand des Beckens erreicht hat. Im gleichen Rhythmus wird das Wasser dann wieder abgesaugt. Hierdurch entsteht eine jeweils durch das Wasser veränderte plastische Situation, indem Teile der Innenplastik entweder von Wasser bedeckt oder freistehend wirken. Diese Lösung bezeichne ich als die ‘stille Lösung’, die in deutlichem Gegensatz zu der Bewegtheit des Lebens auf dem Platze stehen soll.


(Jo Enzweiler)

Hat ein Bild einen Klang?

Es war bei den ersten Kartoncollagen, die ich gemacht habe, für mich zunächst eine schmerzliche Erfahrung, weil der Wahrnehmende sofort gesagt hat: ‘Das ist doch eine Landschaft’ und ich mich immer wieder bemüßigt gefühlt habe zu sagen: ‘Das ist für mich keine Landschaft, sondern das ist für mich ein gerissener Karton, mit dem ich Flächen und Räume darstellen kann’. Bis ich mir dann irgendwann einfach zugestanden habe, dass ich gegen dieses starke Prinzip nicht angehen kann und auch nicht angehen darf. So hat sich für mich die Bilderwelt automatisch ganz stark erweitert und der Umgang mit diesem wunderbaren Thema fiel so leicht und so einfach und erfüllte die Arbeit.

(Jo Enzweiler)






Das Spiel ist noch in Arbeit!

Schaue nochmal später vorbei. 



Reiße die Blätter seitlich in zwei Hälften und ordne den unteren Teil in einer Komposition an.
 

Marburgprojekt

189 Karton-Collagen, 2003/2004, Holz, Karton, gerissen, je 30 x 30 x 1 cm
(Fotos: Dirk Rausch)

Von Herbst 2003 bis Frühsommer 2004 verwirklicht Jo Enzweiler das Marburgprojekt an temporär wechselnden Orten: in den Ausstellungsräumen des Marburger Kunstvereins und in der Ludwigskirche Saarbrücken. 2005 resultiert aus der Aktion ein Folgeprojekt für das Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt. Als Ankauf für den Landtag des Saarlandes hat es mittlerweile im Foyer des Landtagsgebäudes dauerhafte Präsenz im öffentlichen Raum gefunden.

Betrachtest Du das Marburgprojekt, nimmst Du wahrscheinlich zunächst ein sehr großes gelb-graues Bild wahr. Schaust Du genauer, wirst Du erkennen, dass sich Dein Eindruck aus vielen einzelnen Bildern zusammensetzt. Diese Einzelelemente haben eine überschaubare Größe - in etwa so hoch wie ein DIN A4 Blatt, nur eben quadratisch. Viele dieser quadratischen Bilder sind völlig gelb, andere zeigen eine graue Struktur aus Karton. Jo Enzweiler nennt diese Bilder Karton-Collagen. Sie nehmen eine sehr wichtige Stellung in seinem gesamten künstlerischen Schaffen ein.

Wie konstruiert Jo Enzweiler seine Karton-Collagen?

Sequenz aus: “Jo Enzweiler. Etwas machen, was andere nicht machen…”. Ein Film von Bernd Schulz, Saarländischer Rundfunk 1978
Er nimmt ein quadratisches Stück farbigen Kartons in die Hand und reißt es in zwei Hälften. Es entstehen feine Strukturen, die Du mit den Fingern ertasten kannst und Du siehst die Materialfarbe des Kartons, ein vielschichtiges Grau. Die beiden Hälften können nun beliebig angeordnet werden, sie sind zwei Teile eines Ganzen. Enzweiler wählt in seinen Karton-Collagen meistens die horizontale Ausrichtung. Vielleicht denkst Du beim Betrachten der Risskanten an ein Gebirge oder an die Horizontlinie, wenn Du aufs Meer hinaus schaust. Im Marburgprojekt reiht der Künstler viele dieser Bilder neben und übereinander an. Zum Teil wandern die Rissspuren von einem Bild zum nächsten. Wahrscheinlich wird sich Dein Bildeindruck verändern, wenn Du das Marburgprojekt in verschiedenen räumlichen Situationen siehst, z.B. in einer Kirche, in einem Museum oder vielleicht an der Schallschutzwand neben einer Autobahn. Dir fallen bestimmt viele interessante Orte ein, die Deinen Blick auf die Rissspuren unterschiedlich beeinflussen.

Als das Marburgprojekt in der Ludwigskirche in Saarbrücken aufgestellt war, hat der Musikprofessor, Organist und Komponist Theo Brandmüller (1948-2012) in einem Konzert eine Orgelimprovisation dazu entwickelt.

Bei dem Musiker hat die Betrachtung der Karton-Collagen Eindrücke hinterlassen und Empfindungen ausgelöst, die er in Orgelklänge umsetzt. Bildliche Anschauung kann also nicht nur bildliche Eindrücke erzielen, sondern auch alle anderen Sinne ansprechen. Die Musik entsteht unter dem bildlichen Eindruck der Karton-Collagen. Vergleichst Du die Orgelimprovisation mit dem Marburgprojekt, erkennst Du Berührungspunkte. Die Bilder sind durch zwei wesentliche Aspekte bestimmt: 1. die quadratische Ausgangsform und die rasterförmige Anordnung der einzelnen Bilder und 2. die freien Formen des gerissenen Kartons. Übertragen auf die Musik lässt sich das quadratische Raster mit dem Taktschlag vergleichen. Die freien Formen finden sich in der Melodie wieder. Schnelle Tonabfolgen scheinen die Risse wiederzugeben, verschiedene Klänge schieben sich zu Klangbändern übereinander. Eine ähnliche Vielschichtigkeit lassen die Karton-Collagen erkennen. Manchmal leuchtet in der Musik ein heller, langgezogener Ton hervor. Er scheint die Lichtfarbe Gelb zu vertonen. Im Zusammenhang mit der Musik zeigt sich, dass ein Bild nicht nur bildliche Vorstellungen wecken kann, sondern auch Empfindungen hervorrufen kann, die sich beispielsweise in Musik äußern.

Mit dem Marburgprojekt greife ich eine von mir seit Langem geübte Praxis auf, indem ich in zeitlich größeren Abständen eine in Umfang und Bedeutung komplexe Arbeit in Angriff nehme, die exemplarisch den Stand meiner künstlerischen Bemühungen reflektiert. Ein mittleres Gelb, das fast nicht wahrnehmbar leicht durch Rot-Anteile variiert wird, bildet diesen einheitlichen Grundton aller Tafeln. Auf etwas mehr als der Hälfte der Tafeln sind sodann gerissene Kartonteile aufgebracht, bei denen die Tiefenschichten des Kartons freigelegt sind. Die so weiter behandelten Tafeln fügen sich jeweils zu Gruppen von zwei oder drei Teilen zusammen oder erscheinen einzeln. Im Vordergrund steht das Bemühen, durch eine konzentrierte Betonung der Farbe einen imaginären Raum zu schaffen, in dem die Reißformen durch die scheinbar einfachen Grauvariationen, aktive Farb- und Raumtiefe erzeugen. Durch die farblichen, formalen und materialen Ansätze setzte ich mich hier mit dem Übergang von Raum ins Unendliche auseinander. Die seit Jahren meine Arbeit bestimmende formale Auseinandersetzung mit der waagerechten Begrenzungslinie im Prozess des Reißens hat die inhaltliche Thematisierung des Horizonts zur Folge, die im Marburgprojekt deutlich zum Ausdruck kommt.

(Jo Enzweiler)


http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/5280/1/Dittmann_Jo_Enzweilers_Marburgprojekt_2004.pdf

Glückwunsch!